Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass

Vielen lieben Dank an den Piper Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat!

Der zweite Band rund um die Albae knüpft nahezu nahtlos an den ersten Band, Die Legenden der Albae Gerechter Zorn, an, spielt aber rund 1000 Sonnenzyklen vor dem ersten Zwerge Roman.

Die Albae Caphalor und Sinthoras konnten am Steinernen Torweg einen Sieg davontragen und ermöglichen somit ihrem Volk die Möglichkeit, in den Krieg gegen die verhassten Elben zu ziehen, welche sich im Geborgenen Land (Tark Draan) niedergelassen haben. Es gilt, die Barbarenstämme für sich zu gewinnen und die Elbenstämme nacheinander zu vernichten. Doch während sich das Heer der Albae sich im Kampf gegen die Elben im Geborgenen Land in Gefahr begibt droht auch der Heimat Dsôn Faimon im Jenseitigen Land (Ishím Voróo) Gefahr durch einen ausrottet geglaubten Gegner, die Dorón Ashont (Acronta), welche bereits aus dem Zwerge Romanen von Markus Heitz bekannt sind. Entscheidende Schlachten und Entwicklungen nehmen ihren Lauf, gestützt durch politische Intrigen und Verrat, welche über das Schicksal und den Fortbestand der Albae entscheiden.

Kritik:

Meiner Meinung springt Markus Heitz in diesem Roman etwas zu viel zwischen den einzelnen Schauplätzen und Figuren hin und her, mal ist man im Geborgenen Land, dann wieder im Jenseitigen Land und dann schon wieder im Geborgenen Land und das innerhalb von nur ein paar Seiten im gleichen Kapitel.

Ebenfalls ist kein wirklicher Hauptcharakter zu erkennen, was ich sehr schade finde. Ich hätte mich gefreut, wenn der Schwerpunkt wieder auf den beiden Albae Caphalor und Sinthoras gelegen hätte, welche in diesem Roman eine unglaubliche Entwicklung durchmachen und diverses erleben. Da hätte Heitz durchaus einen noch größeren Schwerpunkt drauf legen können. So springt man immer wieder zwischen Carmondai, dem Meister in Wort und Schrift, Caphalor, Sinthoras, Polòtain und vereinzelt auch zwischen Horgàta, Arviû und Morana hin und her und kann ihre Erlebnisse im Jenseitigen und Geborgenen Land hautnah miterleben, wobei, wenn überhaupt, der Hauptaugenmerk auf Carmondai liegt.

In Die Legenden der Albae Vernichtender Hass gibt es verschiedene Handlungen wie bereits oben erwähnt. Caphalor ist hauptsächlich im geborgenen Land unterwegs und kämpft gegen die verhassten Elben. Sinthoras kämpft unter anderem gegen die Elben im Geborgenen Land und hat in der Heimat Dsôn Faimon mit Verrat und Verbannung zu kämpfen was er dem Politiker Polòtain zu verdanken hat. Der Schriftsteller Carmondai begleitet den gesamten Roman über den Leser und berichtet über den Feldzug gegen die Elben und wird ebenfalls in einige Kämpfe verwickelt.

Mir wird insgesamt zu sehr im Roman zwischen den einzelnen Handlungen hin und hergesprungen. Markus Heitz hätte wie ich finde eine Handlung konsequenter verfolgen sollen und nicht mit einer anfangen, diese kurz darauf unterbrechen und mit einer anderen weiter machen bevor er dann wieder zu der Ausgangshandlung zurückspringt. Zum Teil verliert man dann doch die Übersicht. Auch die Zeitsprünge sind nicht so gut gewählt, im einen Kapitel ist man im Winter, im darauf folgenden befindet sich die Handlung wieder im Herbst. Diese zeitlichen Sprünge finde ich ebenfalls nicht so geschickt.

Da der Großteil des Romans im Geborgenen Land spielt wie ich vermutet habe, hätte ich ebenfalls eine detailliertere Karte erwartet und nicht eine absolut ungenaue Karte wie im Buch abgebildet. Ständig wird von irgendwelchen Städten und Orten berichtet doch weiß der Leser nicht, wo man sich aktuell befindet. Man befindet sich sozusagen im luftleeren Raum. Warum kann man denn nicht eine Karte des Geborgenen Landes abbilden mit ungefähren Angaben wo die Handlung gerade spielt. Es muss ja keine Tolkin’sche Karte sein à la Herr der Ringe aber detaillierter darf und muss es schon sein…

Davon mal abgesehen ist der Roman wieder sehr gut und spannend geschrieben und man konnte sich als Leser super in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und ihre Entwicklungen, Höhen und Tiefen gut nachempfinden. Ebenfalls die Schlachten sind sehr gut geschildert.

Fazit:

Insgesamt ist der Roman Die Legenden der Albae Vernichtender Hass ein typisches Werk von Markus Heitz. Man kann sich gut in die beschriebenen Charaktere hineinversetzen, die Schlachten und Ereignisse sind gut dargestellt, die Kapitel werden immer nett durch Auszüge aus diversen Schriften der Albae eingeleitet und die Gesamthandlung ist stimmig und spannend. Doch leider fehlen mir einige Details wie eine gute Karte, eine bessere Aufklärung über die Zaubererreiche im Geborgenen Land und die Infiltration durch den Dämon, wie ist der Acronta Djer’n in das geborgene Land gelangt oder ist Morana die Mutter der Halbalbin Narmora?

Ich kann den Roman zwar uneingeschränkt weiterempfehlen und gebe ihm zwar 4/5 Herzen aber ich hätte mir durchaus ein wenig mehr Liebe zum Detail von Markus Heitz gewünscht wie er Sie u.a. bei den Zwergen gezeigt hat.

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