STAR WARS – EPISODE III: Die Rache der Sith

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Klappentext

Die Dunkle Seite wird stärker, überall in der Galaxis herrscht Krieg. Während der Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi auf den Planeten Utapau reist, um den berüchtigten General Grievous zu töten, fürchtet Anakin um das Leben seiner geheimen Liebe Senatorin Padmé Amidala. Er wird von fürchterlichen Visionen gequält, in denen Padmé stirbt. Um sie zu retten, begibt er sich auf einen gefährlichen Pfad und bestimmt damit sein Schicksal und das des altehrwürdigen Ordens der Jedi. Darth Sidious erkennt Anakins Schwäche und schafft einen neuen Sith Lord, größer und mächtiger als alle vor ihm: Darth Vader.
Episode III der legendären Star-Wars-Saga und der Beginn der dunklen Herrschaft.

Das Buch und Ich

…doch noch lebt Star Wars… nach diesem Buch mehr denn je. Groß waren meine Erwatungen an Matthew Stovers Episode III-Roman, den New York Times Bestseller, der fast überall uneingeschränkt positive Bewertungen erhielt. Groß war auch die Furcht, das Lesevergnügen könnte unter dieser Erwartungshaltung leiden. Noch größer war allerdings die Begeisterung als ich den Roman schließlich gelesen hatte. Wer Episode III, ja die ganze Star Wars Saga, in all ihren Facetten und Schattierungen verstehen will der sollte dieses Buch gelesen haben.

Matthew Stover, der bisher durch „Das Erbe der Jedi-Ritter 13 – Verräter“ und „Mace Windu und die Armee der Klone“, sowie seinen jüngst erschienenen Roman „Luke Skywalker und die Schatten von Mindor“ auffiel, liefert mit „Die Rache der Sith“ sein Meisterstück ab. Neben seiner philosophischen Erweiterung des Erweiterten Universums (EU) ist es vorallem sein Verdienst, die Ereignisse um Episode III – insbesondere die Motive von Anakins Wandel – mit einer Vielschichtigkeit versehen zu haben, die dem Film teilweise fehlte.

Stover hält sich bei der Handlung weitestgehend an George Lucas‘ Filmscript. Zwar werden einige Elemente wie die Schlacht um Kashyyyk ausgespart und andere Szenen verändert oder hinzugefügt, aber im Kern hält sich der Roman an die hinlänglich bekannten Inhalte des Films. Dabei steht Matthew Stover über den Ereignissen und Charakteren. Er ist der außenstehende und allwissende auktoriale Erzähler, und kennt sie doch durch und durch, versteht sie wie kein anderer, er erkennt ihre urtümlichsten Ängste und ihre Zweifel. Er liefert eine unglaublich präzise und feinfühlige Charakterzeichnung, die mir als Leser die Chance gibt an der unvorstellbaren inneren Zerrissenheit der Charaktere teilzuhaben. Erst hier wird Anakins Zwiespalt in seiner ganzen Tragweite deutlich. Obwohl der Ausgang bekannt ist, kreiirt Stover eine knisternde Spannung, wie sie im Star Wars Universum selten erreicht wurde. Er reißt den Leser mit und fesselt ihn an das Buch, sodass „Die Rache der Sith“ stellenweise mehr wie ein episches Drama denn wie ein gewöhnlicher Science Fiction-Roman daherkommt. Der Autor füttert den Leser mit rasanter Action und lässt die Dialoge trotzdem nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil, der Roman ist sogar wesentlich dialoglastiger als der Film. Eine bedrückende, intensive Atmosphäre hüllt das Buch in einen Schleier des mystischen und weist auf die kommende Dunkelheit hin. Als Bindeglied zwischen der neuen und der alten Trilogie klärt „Die Rache der Sith“ zudem die noch offenen Fragen. Die einzige wirklich bedeutende Schwäche des Buches ist der Schluss. Die schnelle Abhandlung der Ereignisse im Anschluss an die Ausführung von Order 66 erweckt den Anschein, der Autor hätte die Geduld verloren.

Wie schrieb „Cinema“: „Episode III ist ein großes Abenteuer, eine griechische Tragödie galaktischen Ausmaßes,…“. Und eben diese Tragödie eines gefallenen Helden und einer korrumpierten Republik vermittelt Stover mit einer emotionalen Intensität, die alle anderen mir bekannten Star Wars Romane in den Schatten stellt – ob Thrawn oder Medstar, Darth Bane oder Dunkler Lord, ob Erbe der Jedi-Ritter oder X-Wing, „Die Rache der Sith“ kann sich mit den Besten messen und sie oftmals sogar überflügeln. Stark rationalisiert bedeutet das: Handlung (inklusive Charaktere): 5/5, Spannung: 5/5, Action: 4/5, Atmosphäre: 5/5, Humor: 2/5, Kontinuität: 5/5, Stil (inklusive Dialoge): 5/5, Emotionalität: 5/5, Eindruck: 6/5. Subjektiviert äußert sich dieses Ergebnis in einer begeisterten und uneingeschränkten Kaufempfehlung für alle Star Wars Fans und solche die es werden wollen und einer leicht eingeschränkten für alle Anderen. Allerdings muss ich, nachdem ich inzwischen sowohl das englische Original als auch die deutsche Ausgabe gelesen habe, vor einigen Übersetzungsschwächen warnen.

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