[REZENSION] Zeitspringer-Saga Band 2

 

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Klappentext

Wenn man Mitglied einer geheimen Zeitreise-Organisation ist, hat man sicherlich kein ruhiges Leben. Doch seit Annum Guard eine neue Chefin hat, steht Amanda, Codename Iris, nonstop unter Stress. Zum Glück hat sie ihren Freund Abe an ihrer Seite! Doch als plötzlich mehrere Zeitenspringer spurlos verschwinden, macht Iris eine schreckliche Entdeckung: Eine Einheit namens »Blackout« versucht jeden auszuschalten, der sich XP in den Weg stellt, einer ominösen korrupten Macht innerhalb der eigenen Reihen. Gemeinsam müssen Iris und Abe das dichte Netz aus Lügen und Geheimnissen um Annum Guard entwirren ohne aufzufliegen. Doch je mehr Iris erfährt, desto dringender muss sie sich fragen, wie viel sie riskieren will … Denn wer zu sehr in die Vergangenheit eingreift, gefährdet die Menschheit selbst.

Das Buch und Ich

Zeitreiseromane sind nicht einfach zu schreiben. Oftmals ist die Handlung sehr abstrakt oder zu fiktiv, auf der anderen Seite wird sie verniedlicht oder mit viel Fantasy gemischt. Meredith McCardle ist mit der Zeitenspringer-Saga eine sehr gute Mischung aus Action, Spannung und Wissenschaft gelungen. Band 2 „Die Farbe der Zukunft“ liegt in diesem Punkt sogar noch vor Band 1. Das Buch ist so spannend, dass der Lesespaß niemals auf der Strecke bleibt.
Amanda ist eine starke Protagonistin! Zwar hat sie ihren Egoismus nicht vollständig abgelegt, und ihre Sprache als Ich-Erzählerin wirkt teilweise flapsig, jedoch setzt sie sich bedingungslos für Menschen ein, die ihr am Herzen liegen. Egal wie verzwickt die Situation auch ist, sie lässt nie nach. Ihre Kombinationsgabe und ihr Mut machen sehr viel Spaß, ebenso ihr sarkastischer Humor. Hier, im zweiten Band, wird sie zu dem Charakter, der die Story ausmacht. Ganz im Gegensatz dazu steht die Beziehung zur manisch-depressiven Mutter, die Amanda immer wieder vor dem Kopf stößt und für mach traurige Erinnerung in ihrer Kindheit sorgt. Warum die Autorin diesen Part eingebaut hat, erschließt sich lange nicht, denn die Mutter spielt über große Teile im Buch keine Rolle. Umso bahnbrechender ist die Erkenntnis, die man als Leser am Ende erlangt.

Noch einmal lese ich die letzten Seiten. Operation Blackout. Sofort kommt mir ein Verdacht, aber ich will nicht, dass ich damit recht habe.
Blackout. Verdeckte Operationen. Elite-Sondereinheiten. Unbekannt. Ungesehen. Unbemerkt.
Und in vielen Fällen ein Attentatskommando. – S. 74

Zurück ins Geschehen zu finden, fällt bei „Die Farbe der Zukunft“ nicht schwer. Auch wenn man, die Ereignisse des Vorgängerbandes betreffend, nicht mehr vollständig im Bild ist, wiederholt Amanda Szenen in Gedanken und frischt damit die Erinnerung auf. Das zieht sich konstant durchs Buch.
Dazu muss man anmerken, dass die Handlung sehr komplex ist und viele Ereignisse aus unserer, bzw. der amerikanischen, Vergangenheit eingebaut werden. Die Kombinationen der Autorin lassen sich mit etwas Aufmerksamkeit jedoch immer gut verfolgen. Manche Idee ist erstaunlich.
Die zweite Buchhälfte ist so spannend, dass man kaum zum Luftholen kommt. Es gilt einen Gegenspieler zu enttarnen. Das ist mit so viel Action und nervenaufreibenden Szenen unterlegt, dass die Lösung fast schon nebensächlich erscheint.
Das Buch endet mit einer unglaublichen Wendung, einem Cliffhanger, der alles verändert. Das Warten auf einen dritten Band wird schwer.

Das persönliche Fazit
„Die Farbe der Zukunft“ zeigt ganz deutlich, dass man mit der Vergangenheit nicht spielen sollte (oder die Konsequenzen akzeptieren muss). Das Buch ist außergewöhnlich spannend, herrlich komplex und mit etwas Auffassungsgabe jederzeit gut nachzuvollziehen. Selbst die im ersten Band noch sehr gewöhnungsbedürftige Hauptprotagonistin kann hier punkten und überzeugt erneut mit ihrem Mut und Durchsetzungsvermögen. 4 zukunftsträchtige Herzen!

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