[REZENSION] Dark Heroine

Violet steht nachts frierend in London und wartet auf ihre Freundin, die sich nur mal eben noch was zu essen holen wollte. Während Violet wartet, friert und flucht, wird sie Zeugin eines brutalen und blutigen Massakers. Die Täter bewegen sich schnell, reißen den Opfern die Kehle mit ihren Zähnen auf und tun nichts, um ihre Tat zu vertuschen. Violet versteckt sich und wird dennoch von Kasper, dem Anführer der Gruppe, gefunden. Dieser verschleppt sie und hält sie als Geisel. Schlimmer noch: er spielt mit ihren Ängsten und zeigt sehr offensiv, was er ist: ein Vampir. Wird Violet den Fängen dieses Clans entkommen?

Das Buch und Ich

Ich bin ein großer Fan von Vampir-Reihen, schaue allerdings mittlerweile sehr genau, wann ich mir eine neue Serie antue. Zu viele mittelmäßige bis schlechte gibt es auf dem Markt, in denen Vampire lammfromm, total lieb oder gar in der Sonne glitzernd sind. „Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir“ von Abigail Gibbs sticht für mich aus dieser Masse positiv heraus.

Die Geschichte wird abwechselnd von Violet und Kasper aus der Ich-Perspektive erzählt. Während Kasper kaum Einblicke in seine Gefühlswelt zulässt, erlebt man Violets Ängste, Schmerzen und Gedanken hautnah mit. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin bekommt es ebenso hin, dass die Unterschiede zwischen den beiden auch in ihrem Erzählstil klar werden: Violet ist emotional und frech, Kaspar egozentrisch und distanziert. Das merkt man in jedem Kapitel.

Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen. Zwar bedient Abigail Gibbs auch ein paar Klischees (sei es nun Reichtum, schnelle Autos oder das unfassbar gute Aussehen), aber ihre Grundidee war für mich neu und fesselnd. Auch sind ihre Vampire weder handzahm noch den Menschen zugetan. Erfrischend anders eben, wenn man bedenkt, dass so manche Vampir-Reihe auf weichgespülte Bubis setzt.

Da Gewalt und auch ein wenig Erotik einen hohen Stellenwert in diesem Buch haben, empfehle ich es Jugendlichen ab 16 Jahren. Aber auch ältere Leser werden ihren Spaß an dieser Lektüre haben, denn die Autorin geizt nicht mit Beschreibungen.

Der Stil von Abigail Gibbs ist sehr gut und flüssig zu lesen. Gerade durch die Ich-Perspektive konnte ich mich nicht mehr von der Geschichte losreißen. Und ich bin mir sicher, dass noch weitere Teile folgen werden, denn das Ende ist sehr offen gehalten.

Fazit: ein toller Auftakt zu einer neuen Reihe, der mich schon gespannt auf Teil 2 warten lässt. Eine klare Leseempfehlung.

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