[Rezension] Mr. Grey – höchstpersönlich

Klappentext

Sehen Sie die Welt von Fifty Shades of Grey auf ganz neue Weise – durch die Augen von Christian Grey. Erzählt in Christians eigenen Worten, erfüllt mit seinen Gedanken, Vorstellungen und Träumen zeigt E L James die Liebesgeschichte, die Millionen von Lesern auf der ganzen Welt in Bann geschlagen hat, aus völlig neuer Perspektive. Christian Grey hat in seiner Welt alles perfekt unter Kontrolle. Sein Leben ist geordnet, diszipliniert und völlig leer – bis zu jenem Tag, als Anastasia Steele in sein Büro stürzt. Ihre Gestalt, ihre perfekten Gliedmaßen und ihr weich fallendes braunes Haar stellen sein Leben auf den Kopf. Er versucht, sie zu vergessen und wird stattdessen von einem Sturm der Gefühle erfasst, den er nicht begreift und dem er nicht widerstehen kann. Anders als all die Frauen, die er bisher kannte, scheint die schüchterne, weltfremde Ana direkt in sein Innerstes zu blicken – vorbei an dem erfolgreichen Geschäftsmann, vorbei an Christians luxuriösem Lebensstil und mitten in sein zutiefst verletztes Herz. Kann Christian mit Ana an seiner Seite die Schrecken seiner Kindheit überwinden, die ihn noch immer jede Nacht verfolgen? Oder werden seine dunklen Begierden, sein Zwang zur Kontrolle und der Selbsthass, der seine Seele erfüllt, diese junge Frau vertreiben und damit die zerbrechliche Hoffnung auf Erlösung zerstören, die sie ihm bietet?

index (Quelle: http://www.amazon.de)

Meine Meinung

Eines muss man vorab sagen: Wer erwartet, weltbewegend Neues zu erfahren, der wird sicher enttäuscht werden. Man kann nun mal das Rad nicht neu erfinden, denn die Story und die Dialoge stehen ja schon. Aber ich persönlich finde: Der Schreibstil ist viel besser. Und ich liebe die Geschichte aus Christians Perspektive viel mehr als aus Anas. Dort hatte ich doch immer wieder mit der Inneren Göttin gehadert, die mich ein wenig genervt hat, und auch mit Anas Naivität kam ich nicht so gut klar. Christians Perspektive liest sich viel tougher, erwachsener, reifer. Und er ist so wahnsinnig sexy! Ich liebe seine inneren Diskrepanzen zwischen dem straighten Geschäftsmann, dem Menschen Christian, der sich selbst verachtet, und dem Dom, der sich seine Gefühle nicht eingestehen möchte.
Das erste Viertel des Buchs ist noch relativ uninteressant, da hier Christian und Ana viele gemeinsame Situationen erleben, die man so schon aus ihrer Perspektive kennt. Danach kommen jedoch etliche gute Einblicke in Christians Leben ohne Ana an seiner Seite. Sein Business-Alltag z.B., seine Kontaktpunkte mit Elena, einen Einblick in seinen Lifestyle, also die Art und Weise, wie er sich sein Leben als Dom mit einer Sub an seiner Seite vorstellt. Was ich besonders herzergreifend fand, waren die Passagen/Träume/Erinnerungen aus seiner Kindheit, sie haben wirklich mein Herz berührt. Außerdem lernt man Christians Familie besser kennen, v.a. sein Verhältnis zu Mia und Eliot.
**** Jetzt kommt ein MINI-KLEINER SPOILER über Christians Sicht auf die Dinge **** Was mich sehr überrascht hat: Aus Anas Perspektive hat man schon ziemlich bald das Gefühl, dass sie denkt, Christian sei in sie verliebt. Aus seiner Sicht zeigt sich das Ganze jedoch aus einem etwas anderen Licht: mindestens die Hälfte des Romans lang sieht er Ana eher als eine Challenge, und er fühlt sich zu ihr hingezogen, man hat jedoch das Gefühl, dass das alles auf körperlicher Ebene basiert. Er blockt alles ab, was den Anschein machen könnte, Ana wäre mehr für ihn als nur seine neue Sub. Alles, was „mehr“ ist, erscheint zunächst wie eine lästige Pflicht, um Ana nicht zu vergraulen und an sich zu binden. Klar, auch aus Anas Perspektive merkt man schon, dass er etwas hin und her gerissen ist. Aber hier bekommt man einen ganz neuen Eindruck auf seine Vorstellung von seiner „Beziehung“ mit Ana. Erst gegen Ende des Romans, als er verlasssen wird, merkt er, dass es noch etwas anderes außer der körperlichen Anziehung gewesen sein muss, was ihn so an Ana gebunden hat. Diesen Aspekt fand ich sehr interessant, weil er ein neues Licht auf die Dinge wirft (weil man doch aus Anas Sicht immer dachte, dass sich Christian in sie verliebt hätte zu einem gewissen Zeitpunkt oder zumindest für sie schwärmen würde). Tja, liebe Ana, da hast du dich wohl getäuscht 🙂 ! Hier musste ich unweigerlich an den Film denken, denn mir kommt die Verfilmung immer ein wenig zu abgeklärt und emotionslos vor. Wenn man nun jedoch Christians Perspektive kennt, kommt das der Message des Films schon näher. Für mich ist die Verfilmung also eher an Christinas Sicht als an Anas orientiert…. Aber gut, ich schweife ab 🙂 **** SPOILER ENDE ****
Alles in allem fand ich Grey super, da es die Story durch Christians Erfahrung und Reife noch sexier macht. Mir hat Grey daher besser als die vorige Reihe aus Anas Sicht gefallen.

heart5-pngFazit: Klare Lese-Empfehlung für alle eingefleischten Fans!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s