[Rezension] Das Lied des Blutes

Rezension zu Das Lied des blutes von Anthony Ryan

Klappentext

Vaelin Al Sorna, der berühmteste Gefangene des Reichs und sein größter Kämpfer, erzählt die atemberaubende Geschichte seines Lebens. Er ist auf einem Schiff unterwegs, das ihn zu dem Ort bringen soll, an dem es für ihn um Leben und Tod geht. ‚Er besaß viele Namen. Noch nicht einmal dreißig Jahre alt war er im Lauf der Geschichte bereits reich mit Titeln beschenkt worden: ›Schwert des Königs‹ hieß er für den wahnsinnigen Herrscher, der ihn als Geißel zu uns sandte; ›Junger Falke‹ für die Männer, die ihm in die Wirrnisse des Krieges folgten; ›Dunkelklinge‹ für seine cumbraelischen Feinde und ›Rabenschatten‹ für die geheimnisvollen Stämme des großen Nordwaldes.‘

Das Lied des Blutes (Quelle: http://www.amazon.de)

Meine Meinung

Hoffnungstöter, das Schwert des Königs, Dunkelklinge, Rabenschatten – das sind klingende Namen und das Buch startet mit einem komplett kursiv unterlegten Bericht eines Schreibers, der Vaelins – wie der Name unseres Protagonisten lautet – Leben niederzuschreiben beginnt.
-Ein vielversprechender Anfang.
Ich wollte wissen, wie der Mann zu dem gefürchteten Krieger mit den klingenden Titeln herangewachsen ist.

Das Abenteuer beginnt mit Vaelin Al Sorna, der als Kind in den sechsten Orden gegeben wird. In der Welt, in der wir uns befinden, gibt es Orden für fast alles. Heilen, Wissen und eben auch den sechsten Orden, in dem perfekte Krieger ausgebildet werden.

Vaelin hat kurz zuvor seine Mutter verloren und versteht nun nicht, warum sein Vater ihn nun an den Orden abschiebt.
Er ist der beste Schwertkämpfer der Gruppe, hat eine geheime Fähigkeit und ist der perfekte Anführer. Er scheint eine Art moralischen Kompass zu haben und handelt nie unüberlegt, sondern weiß instinktiv immer was das Richtige ist. Dabei ist dies nicht immer so einfach. Vaelin muss sich in einem Gewirr aus Intrigen und den Spielchen eines machthungrigen Königs zurechtfinden und ihm gelingt dies mit einer märchenhaften Eleganz.

Das wird das Buch in Rückblenden erzählt. Wir befinden uns in der Gegenwart auf einem Schiff, dass Vaelin zu seinem vermeintlich letzten Kampf bringt. Er erzählt nun seine Lebensgeschichte einem Schreiber, der diese festhalten soll. Dabei werden schon im Verlauf der Geschichte einige Unstimmigkeiten aufgeworfen. Allerdings sind diese vermeintlichen Fehler bewusst eingebaut und ergeben am Ende einen gewissen Sinn für die Geschichte.
Handwerklich ist das Buch gut erzählt. Es gibt Überraschungen und interessante Wendungen. Auch das Ende hat auf den letzten Seiten dann doch noch mal einen Knalleffekt parat. Es gibt auch liebenswürdige Charaktere wie z.B. Vaelins Streitross, dass deutlich mehr Biss hat als er selbst. Am Ende des Buches landet man im Erzählstrang wieder in der Gegenwart. Sehr geschickt!

Leider sind einige Kritikpunkte vorhanddn:Auf der anderen Seite gibt es spannende Momente und Augenblicke, wo ein Hauch jener Stimmung, die unablässig behauptet wird, auch mal wirklich aufkommt. Stellenweise liest sich das Buch dann wie ein Computerspiel, wo fröhlich Gegner zerhackt und Quests erfüllt werden.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die Namen: Janril, Junril (nur eine Seite später als Janril), Sherin, Sellin, Sollis, Harin, Hutril, Chekril, Makril
Bin das nur ich, oder haben alle eine verwirrende Ähnlichkeit?
Zumindest ich habe da irgendwann den Faden verloren und stand oft vor der Frage: Wer ist wer??

Aber ich bin nämlich trotz allem gespannt wie es mit der Geschichte den nun weiter geht und ob Vaelin doch noch etwas Profil bekommt oder doch weiter zum Heiligen stilisiert wird. Ich werde die weiteren Teile also auch lesen.

FAZIT

Das Lied des Blutes ist ein handwerklich gut erzähltes Buch und beinhaltet alles, was ein guter Coming of Age-High Fantasy Schmöker haben muss, auch das Hörbuch bereitet ein Lesevergnügen.

heart4-pngInsgesamt vergebe ich 4 Sterne und hoffe dann doch, dass mich der zweite Teil so richtig aus den Socken haut!

Für blutige Kämpfe und Kurzweil ist der Roman zu empfehlen.
Die beschriebene Welt hat ihre (oben genannten) Macken, schlägt aber nach und nach in Bann. Und wer die Namen, den „Über-Helden“ und sonstige kleine Mankos ignorieren kann, ist sicher gut beraten.

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