[Rezension] Schwur des Tigers von Colleen Houck

Schwur des Tiger von Colleen Houck

(Quelle: amazon.de)

Klappentext

Dreimal haben die neunzehnjährige Kelsey und ihre beiden Tigerprinzen Ren und Kishan sich bereits in lebensgefährliche Abenteuer gestürzt, um die Aufgaben zu lösen, die ihnen die Göttin Durga gestellt hat. Denn nur wenn Kelsey alle magischen Schätze Durgas zusammenträgt, kann die Göttin den Fluch, der auf Ren und Kishan liegt, aufheben. Ihre letzte Prüfung soll Kelsey in den Golf von Bengalen führen, um dort das letzte und wertvollste Kleinod zu bergen. Die Reise dorthin ist gefährlich, und noch bevor sie ihr Ziel erreicht, wird Kelsey von dem dunklen Magier Lokesh entführt. Gelingt es ihr nicht, Lokeshs Klauen zu entkommen, sind all ihre bisherigen Abenteuer vergebens und die Tigerprinzen für immer in ihrem grausamen Schicksal gefangen. Die größte Prüfung aber ist Kelseys eigenes Herz – noch immer weiß sie nicht, ob Ren oder Kishan für sie bestimmt ist. Nur eines ist klar: Wenn sie sich entscheidet, dann ist es eine Liebe für die Ewigkeit …

Meine Meinung

Wieder einmal schafft es Colleen Houck eine abenteuerliche Reise zu schildern. Man merkt deutlich wie viel Recherche und Phantasie in diesem Roman steckt. Colleen Houck versteht es wahrlich meisterhaft und bildgewaltig eine Welt entstehen zu lassen, die mich als Leser vollkommen fasziniert hat. Die Hintergrundkulisse hat mich erneut so manches Mal staunen lassen. Die Autorin hat eine äußerst blühende Fantasie, die sie dem Leser schmackhaft präsentiert. Genau wie in den Vorgängern entsteht eine Sogkraft, die schnell auf den Leser übergeht. Man muss einfach weiter lesen und kann gar nicht aufhören. Die Handlung schließt unmittelbar an das Ende des dritten Teils an, sodass es von Vorteil ist, wenn man sich noch ein wenig erinnern kann.

Lokesh hat Kelsey entführt und hält sie nun gefangen um sie zu zwingen, ihm ein Erben zu gebären, der seine und ihre Macht in sich vereint. Dadurch beginnt die Geschichte spannend, weil man um ihr Leben oder wenigstens um ihre Unschuld. Kely versucht unterdess Lokesh solange vom Leib zu erhalten bis sie eine Möglichkeit zur Flucht oder die Tiger zur Hilfe kommen. Zudem erfährt man ein paar interessante Fakten über Lokeshs Herkunft, die ihn aber keineswegs sympathischer wirken lassen, sie helfen eher sein Verhalten besser einschätzen zu können.

Es gibt eine Sache mit der ich im Buch wirklich kämpfen musste – Kelsey. Ich bin wirklich KEIN Fan von Kelsey. Da ich selten Bücherreihen wegen nur eines Charakters abbreche, musste ich mich einfach mit ihr abfinden. Aber im 4 Teil ist sie echt unglaublich- und das glaubt mir nicht positiv !Ich hätte sie bei ihrem Verhalten stellenweise einfach nur schütteln können. Ich verstehe einfach nicht warum sie Dinge tut, die sie eben tut. Sie geht mir manchmal echt auf den Keks. Aber zum Glück nicht so sehr, dass es der Geschichte ihren Reiz genommen hätte, aber doch schon so, dass es einen faden Beigeschmack hatte.

Die Abenteuer waren mal wieder von einer sehr hohen Vielfältigkeit, sodass man immer wieder überrascht war, was als nächstes passierte. Trotz der interessanten Handlung neben Erfolgen muss man auch einige Verluste in Kauf nehmen – insbesondere der Tod einer von mir geliebten Figur *heul* -aber wie es so schön gilt: Alles hat seinen Zweck.
Weiterhin im Mittelpunkt steht die komplizierte Dreiecksbeziehung zwischen Kelsey, Ren und Kishan. Kelsey hat zwar Gefühle für jeden der Brüder, liebt aber Ren eindeutig mehr als Kishan, was ihre spontanen, unbewussten Aktionen manchmal deutlich macht.

[…] Ich wusste, seine goldene Haut wäre weich und warm, doch stattdessen saß ich da, lauschte seinen leisen Atemzügen und fragte mich, wie ich mit dem einen Mann *Spoiler* verlobt sein und mich gleichzeitig immer noch nach dem anderen verzeheren konnte. S.203

Dennoch bleibt sie bei ihrer Entscheidung für Kishan, weil sie ihn zum einen nicht verletzen (genau Kelsey, ich kann dich wieder überhaupt nicht verstehen – du bist mit Kishan zusammen, weil du ihn nicht verletzen willst ?!?! – da hast du eindeutig, was falsch zu geordnet.) und zum anderen um sich vor der tiefen Verbindung zu Ren fürchtet. Denn er allein hat die Macht ihr Herz zu brechen und sie hofft irrationalerweise so verhindern zu können, dass er sich andauernd für sie opfert, das sie es nicht ertragen könnte ihn sterben zu sehen. Das Gefühlschaos spitzt sich sogar zu als eine nue wichtigeFigur eingeführt wird: Anamika. Sie ist eine geborenen Kämpferin und sieht lange Zeit auf Kelsey herab, weil dieser nichts zutraut. Dafür hasst man sie schon fast, zumal Kelsey alles *ich muss sie jetzt Mal in schutz nehmen* tut um Anamika bei dem entscheidenden Kampf zu unterstützen. Hinzu kommt, dass sie sehr an Ren interessiert scheint und viel Zeit mit ihm verbringt, was man ihr LEIDER nicht man einmal vorwerfen kann, denn immerhin wurden Kelsey und Kishan als Paar vorgestellt. Aufgrund ihrer *WahrenInnerernIchMagIhnDochLieberMehr*- Gefühle reagiert Kelsey manchmal ziemlich eifersüchtig.

Der Finale Kampf gegen Lokesh ist unglaublich spannend, Nerven auftreibend und völlig anders als erwartet. Der Ausgang des Kampfes ist keine Überraschung, denn mit den Folgen hätte man niemals im Leben gerechnet.

Fazit

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4 von 5 Herzen Mit einem simplen, aber eingängigen Schreibstil, interessanten Figuren und einer Atmosphäre, die einfach nur die Tigerreihe hat, war auch dieser Kurztrip nach Indien einmal mehr einfach nur schön. „Schwur des Tigers“ ein würdiger Abschluss, wenn in meinen Augen auch etwas schwächer als seine Vorgänger.

Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

Heyne fliegt

 

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