Eleanor und Park [Rezension]

Eleanor und Park von Rainbow Rowell

Frage an euch: Habt ihr das Buch auch gelesen? -Wie findet ihr es?

Klappentext

Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann.

Meine Meinung

Dieses Buch fing so vielversprechend an. Von allen gehyped, waren meine Erwartungen wirklich hoch, vielleicht sogar zu hoch!

Diese zarte Liebesgeschichte spielt im Jahre 1986, als ich die Zahl gesehen habe, habe ich schon das erste mal gestutzt -hat mich irgendwie an „Wir beide irgendwann“ von Jay Asher erinnert. Die ersten Seiten waren gelesen und es ist wirklich interessant und gut geschrieben. Eleanor & Park, deren Leben und Beziehung stehen das gesamte Buch über im Fokus.

Nicht nur Park darf einen Blick hinter Eleanors Fassade werfen, auch mir öffnete sie das Fenster zu ihrem Kinderzimmer, in welches sie sich mit ihren kleinen Geschwistern zurückzieht, wenn es im Wohnzimmer mal wieder laut wird. Denn so wie in der Schule muss das Mädchen auch zu Hause einiges über sich ergehen lassen. Zuhause, eigentlich ein Rückzugsort, an dem sie Schutz, Rückhalt und Hilfe finden sollte, doch auch hier regieren Chaos und Angst. Fassungslos sah ich dabei zu, wie Eleanor ihren Alltag trotz alledem meistert und welche Wandlung sie mit Park an ihrer Seite durchlebt.

Der Verlauf ihrer Liebesgeschichte war aber wirklich schön zu lesen. Jung und zart und dennoch sehr intensiv. Dabei ist der Schreibstil der Autorin tragender Faktor der Geschichte. Es wird abwechselnd aus Eleanors und Parks Sicht erzählt, die verwendeten Worte und Sätze oft schnörkellos und einfach, aber auch ein bisschen frech und jung, ein bisschen verspielt und im nächsten Moment sehr gefühlvoll. Eleanor und Parks Geschichte benötigt weder Schmuck noch Schnörkel, sie wird pur, direkt und ehrlich erzählt, mit ein paar heimlich an den Rand gekritzelten Herz.

Als es auf das Ende zuging wurde es zunehmend spannender. Und dann, plötzlich die letzte Seite. Wie? Und nun? Keine Auflösung, viel Platz für Fantasie. Aber ich glaube ein offenes Ende ist das Einzige, was zu dieser Geschichte passt (Obwohl ich kein Fan von „Open Ends“ bin). Es ist weder zu niederschmetternd noch zu kitschig, was hätte passieren können, wenn die Autorin irgendwas festgesetzt hätte. Dieses Ende sticht aus der Masse an geschlossenen und oftmals aufgesetzten „Happy Ends“ heraus.

Fazit

Eleanor & Park“ ist ein leises und gleichzeitig starkes Jugendbuch über Freundschaft, erste Liebe, Familie, Mobbing, Identitätszweifel und Erwachsenwerden. Eine ausgewogene Mischung an tiefsinnigen Gesprächen, komischen Momenten, liebenswürdigen Charakteren und ernsthafter Hintergrundthematik, die nicht kaltlässt. Diese Geschichte ist süß, definitiv berührend und lesenswert. Für mich allerdings den Hype nicht wert -Sorry

Ein Hoch auf alle Außenseiter – ob 1986 oder heute!

3 Regale von 5 (Ich mag es)

 

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